Förderung des unternehmerischen Know-how´s – BAFA-Programm

Mit Beginn des Jahres wird die bundesweite Beratungsförderung für kleine und mittlere Unternehmen – zu denen auch Angehörige der freien Berufe zählen – neu ausgerichtet. Das neue Förderprogramm mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows“ fasst die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“ zusammen. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert. Die KfW beteiligt sich finanziell in der Übergangsphase in 2016 an der Förderung. Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Beratungen vor einer Gründung können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden. Die Bundesländer bieten jedoch Zuschüsse zu den Beratungskosten und/oder eine kostenfreie Gründungsberatung für die Vorgründungsphase an.

Mehr Informationen zu den Länderprogrammen: hier! 

Förderung nach § 20 SGB V Primäre Prävention und Gesundheitsförderung – bGF

Die gesetzlichen Krankenkassen haben einen Auftrag zur Stärkung der Unternehmen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung. Dies geschieht nach engen Vorgaben und genau definierten Handlungsfeldern. Die Förderhöhe der Maßnahme kann variieren. Eine frühzeitige und enge Einbindung der GKV wird empfohlen. So heißt es dort:

„… Bei der Aufgabenwahrnehmung nach Absatz 2 Satz 1 berücksichtigt der Spitzenverband Bund der Krankenkassen auch die folgenden Gesundheitsziele im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention:

1.  Diabetes mellitus Typ 2: Erkrankungsrisiko senken, Erkrankte früh erkennen und behandeln,
2. Brustkrebs: Mortalität vermindern, Lebensqualität erhöhen,
3. Tabakkonsum reduzieren,
4. gesund aufwachsen: Lebenskompetenz, Bewegung, Ernährung,
5. gesundheitliche Kompetenz erhöhen, Souveränität der Patientinnen und Patienten stärken,
6. depressive Erkrankungen: verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln,
7. gesund älter werden und
8. Alkoholkonsum reduzieren.“

Mit Wirkung zum Januar 2017 gab es in diesem Bereich Neuerungen.

Den aktuellen „Leitfaden Prävention“ finden Sie: hier!

Den Link zum Gesetzestext finden Sie: hier!

Förderung nach dem Jahressteuergesetz § 3 Nr. 34 Einkommenssteuer-Gesetz (EStG)

Aufwendungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands der Mitarbeiter und der betrieblichen Gesundheitsförderung sind bis zu einer Höhe von 500 Euro pro Beschäftigtem und Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei. Dabei können die Gesamtkosten ggf. aufgeteilt werden.

Voraussetzung dafür ist, dass sie die Kriterien des Leitfadens Prävention „Gemeinsame und einheitliche Handlungsfelder und Kriterien der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Umsetzung von §§ 20 und 20a SGB V“ erfüllen (siehe oben). Es kann sich dabei um Angebote handeln, die der Beschäftigte in Eigenverantwortung außerhalb des Betriebes (z. B. externe Gesundheitskurse) besucht oder um innerbetriebliche Angebote (z. B. arbeitsplatzbezogene Rückenschule).

Bis zu einer Aufwendung von 500 Euro muss jetzt nicht mehr nachgewiesen werden, ob die Maßnahme im überwiegend betrieblichen Interesse liegt. Es reicht, sie als „freiwillige soziale Aufwendung“ geltend zu machen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Leistungen zur Gesundheitsförderung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden. Die Steuer- und Abgabefreiheit kann nicht durch Umwandlung von Arbeitslohn in Zahlungen zur Gesundheitsförderung erreicht werden.

Den aktuellen „Leifaden Prävention“ finden Sie: hier!

Den Link zum Gesetzestext finden Sie: hier!

Bitte beachten Sie zu allen gemachten Angaben meine Hinweise in der Selbsterklärung: hier!