Betriebliche Krankenversicherung – bKV –

Stellen Sie sich vor, Sie könnten alle Leistungsvorteile einer privaten Krankenversicherung in Anspruch nehmen!

Ohne dafür Ihre gesetzliche Krankenversicherung ändern oder gar aufgeben zu müssen!

In vielen Fällen sogar trotz Vorerkrankungen und ohne Wartezeiten!

Nicht nur für Sie, sondern auch für Ihre Liebsten!

Und das alles zu deutlich günstigeren Beiträgen als sonst üblich!

Bei geschickter Gestaltung sogar mit Zuschuss durch den Arbeitgeber – ohne Mehraufwand für Diesen!

Das alles – und noch mehr – kann die betriebliche Krankenversicherung für Sie sein!

Was ist eine betriebliche Krankenversicherung bKV?

Nachfolgend beschreibe ich Ihnen ganz allgemein die Funktionsweise einer „typischen“ bKV. Dies dient ausschließlich einer ersten allgemeinen Information. Ich beziehe mich dabei explizit NICHT auf einzelne Gesellschaften und/oder Tarife. Daher kann und wird im Einzelfall eine Abweichung zum von mir dargestellten bKV-Prinzip erfolgen. Eine individuelle Beratung ist natürlich immer empfehlenswert.

Funktionsweise:

Eine bKV funktioniert ganz grundsätzlich wie eine „normale“ Zusatzversicherung für den Krankenversicherungsschutz. Allerdings weicht bei der bKV der Versicherungsnehmer regelmäßig von der versicherten Person ab. Hintergrund dafür ist an sich klar: Versicherungsnehmer ist normalerweise der Arbeitgeber, versicherte Person der Mitarbeiter.

Beitragszahler:

Hier gibt es grundsätzlich 3 Möglichkeiten;

  • der Arbeitgeber übernimmt die Beiträge oder
  • der Arbeitnehmer übernimmt die Beiträge oder
  • es wird eine Mischkalkulation für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer erstellt

Leistungsumfang:

In der Regel verhandelt der Arbeitgeber mit dem Versicherer verschiedene Bausteine, welche dann angeboten werden. Grundsätzlich kann hier, je nach Anbieter, der gesamte Bogen der Versicherungsleistung gespannt werden, z.B. für ambulante Versorgung, im Zahnbereich, bei stationärer Unterbringung, zum Lohnfortzahlungsausgleich, für Heilpraktikerleistungen, zum Zwecke der Vorsorgeuntersuchungen, für Auslandsaufenthalte, zur Pflegeergänzung und  bei sämtlichen weiteren Bausteinen aus den Produktschmieden der Versicherer.

Was ist nun das Besondere bei einer bKV?

Abgesehen davon, dass es durchaus üblich ist, dass der Arbeitgeber einen Teil oder sogar die komplette Beitragszahlung für diesen Schutz übernimmt, sprechen noch einige weitere gute Gründe für eine bKV. Diese sind oftmals ausschließlich im Zusammenhang mit der Gestaltung über eine bKV möglich und im privaten Versicherungsgeschäft auch nicht „gegen Geld und gute Worte“ erhältlich. Nachstehend einige wichtige Highlights dazu:

Gesundheitsfragen/Gesundheitsprüfung:

Häufig wird bei der Installation einer bKV vereinbart, dass teilweise oder sogar vollständig auf die Erhebung von Gesundheitsfragen im Antrag verzichtet wird. Dies gilt oftmals auch für die Gesundheitsprüfung und erspart dem Mitarbeiter somit den Aufwand eines möglicherweise nötigen Arztbesuches. Der Mitarbeiter erhält somit Zugang zu hochwertigem Versicherungsschutz, den er aufgrund evtl. Vorerkrankungen sonst nicht bzw. nur eingeschränkt bekommen hätte. Der Verzicht auf diese Fragen/Prüfung kann auf einzelne Versicherungssparten (z.B. „Zahn“) und/oder Mitarbeitergruppen (z.B. „Verwaltung“) begrenzt werden.

ACHTUNG: Immer wieder gibt es auch etwas versteckte Regelungen in diesem Zusammenhang. So kann z.B. der Verzicht auf die Fragen/Prüfung vereinbart werden, gleichzeitig aber eine Generalklausel gelten, welche grundsätzlich Leistungen aufgrund bestimmter Vorerkrankungen und deren Folgen kategorisch ausschließen. Denkbar sind auch zeitliche wie auch summenmäßige Begrenzungen von Leistungen.

Wartezeiten:

Hier gilt im Grund analog zu den Ausführungen der Gesundheitsfragen/Gesundheitsprüfungen, dass die Wartezeiten im Rahmen einer bKV entfallen können. Weiterhin gelten die o.g. Ausführungen zu Begrenzungen und Einzelfallgestaltungen analog.

Mitversicherung von Familienangehörigen:

Viele Versicherungsgesellschaften bieten an, dass der Mitarbeiter seine nächsten Familienangehörigen im gleichen Versicherungsumfang zu gleichen Konditionen gegen eigene Beitragszahlung mitversichern kann. In der Praxis kommt diesem Baustein immer dann eine große Bedeutung zur Akzeptanzsteigerung zu, wenn ein einzelner Familienangehöriger aufgrund einer Vorerkrankung auf privatvertraglichem Wege keinen Zusatzversicherungsschutz abschließen kann.

Weiterversicherung bei Arbeitgeberwechsel:

Schnell könnte hier der Gedanke aufkommen, dass diese Klausel aus Sicht des Arbeitgebers entweder keine Rolle spielt bzw. sogar tendenziell eher nachteilig für den Arbeitnehmer ausgelegt werden sollte. Schließlich will das Unternehmen an bewährten Fachkräften festhalten. Diese Haltung verkehrt sich sehr schnell ins Gegenteil und fügt dem Unternehmen eher Schaden zu. Ein wechselwilliger Mitarbeiter wird sich in seinem Entschluss i.d.R. kaum nur durch eine bKV zum Verbleib im Betrieb bewegen lassen. Bei seinem Wechsel wird er  mit einem positiven Bild seines bisherigen Unternehmens berichten – oder eben dann auch nicht, wenn sein liebgewordener bKV-Schutz aufgrund mangelnder Regelungen keine störungsfreie Weiterführung zulässt.

Beitragsvorteile:

In der bKV lässt sich regelmäßig ein Beitragsvorteil im Vergleich zum Normaltarif von bis zu 60% ausmachen. Ein Teil dieses Vorteils beruht auf der günstigeren Kalkulation. Für viele Mitarbeiter wird es damit erstmals überhaupt möglich, die Versorgungssituation durch private Ergänzung aufzubessern. Oftmals fehlen hierzu ansonsten schlicht und einfach die finanziellen Ressourcen.

ACHTUNG: Oftmals beruht ein wesentlicher Teil der günstigeren Beiträge auch auf einem Verzicht der sonst üblichen Altersrückstellungen. In der Folge bedeutet das, dass ab einem bestimmten Alter die dann fälligen Beiträge weit überdurchschnittlich ansteigen. Meist liegt dieses Alter in Nähe des voraussichtlichen Renteneintritts. Daher empfiehlt es sich, zumindest einen Teil der Ersparnisse aus der Beitragsdifferenz während der Laufzeit als Eigenvorsorge anzusparen und als Ausgleich der Beitragssteigerungen im Alter zu verwenden.

Macht denn eine bKV überhaupt Sinn?

Seit Jahren entwickelt sich der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen rückläufig – bei tendenziell immer weiter steigenden Beiträgen. Damit sich der Einzelne seinen Versorgungsstandard erhalten kann, ist eigene Vorsorge sinnvoll. Die nachfolgenden Grafiken des GKV-Spitzenverbandes machen das deutlich:

Bedeutung und Vorteile als Arbeitgeber:

Steigerung der Arbeitgeberattraktivität

Bewährtes Tool zum aktiven Employer Management

Überschaubarer Verwaltungsaufwand bei Umsetzung

Motivation und Bindung der Mitarbeiter

 Reduktion von Ausfallzeiten und damit Kostenersparnis

Messbarkeit der Ergebnisse

Sinnvolle Kombination und Integration bestehender Leistungen möglich (z.B. bEM, bGM, usw)

Markenwertsteigerung des Unternehmens

Positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit

 Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

Bedeutung und Vorteile als Arbeitnehmer:

Erhalt und Förderung der eigenen Gesundheit

Echte, greifbare Wertschätzung durch den Arbeitgeber

 Einfache und flexible Inanspruchnahme der bKV-Leistungen

Verbesserung des Arbeitsklimas

Zugehörigkeit zu einem innovativen Betrieb

Beitrag zur Zukunftssicherung des Arbeitgebers

Sicherheit in der Umsetzung der Maßnahmen

Bedarfsgerechte Auswahl der einzelnen bKV-Bausteine

kein Kassenwechsel nötig

 Kombination mit bestehenden Zusatzleistungen möglich (z.B. bGM, bEM, usw.)

Wie ist der Ablauf zur Installation einer bKV?

Im Prinzip gleicht die Vorgehensweise zur Installation einer betrieblichen Krankenversicherung jeder anderen Herangehensweise bei neuen Themen:

  • Sie informieren sich vorab ganz allgemein über Möglichkeiten, Kosten und Nutzen bei den für Sie passenden Partnern
  • Sie treffen eine Grundsatzentscheidung für/wider einer bKV

Haben Sie sich für die bKV in Ihrem Betrieb entschieden, empfiehlt sich folgender Ablauf:

  • Grundlagenanalyse und Tarifauswahl
  • Planung der Maßnahmen und Abläufe
  • Umsetzung und Einführung
  • Abgleich Soll/Ist mit Nachbesserung bei Defiziten
  • Kontinuierliche Anpassung und Weiterentwicklung des bKV-Systems

Gibt es dabei (auch finanzielle) Unterstützung?

Ja, die gibt es – sogar in sehr vielfältiger Art und Weise! Für die Risikoanalyse, die Planungsphase, die Evaluierung, usw. stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Nehmen Sie am besten gleich Kontakt auf: hier!

Als mittelständisches Unternehmen kommen Sie vielfach auch in den Vorteil einer Honorarbezuschussung durch die BAFA in Höher von 50% bis zu 90%.

Alle Infos dazu: hier!

Für die Umsetzung einzelner Maßnahmen im Sinne des bGF bzw. des Arbeitsschutzes stehen Ihnen z.B. die gesetzlichen Krankenkassen und/oder spezialisierte bGF-Anbieter zur Verfügung. Diese Maßnahmen werden oftmals gesondert gefördert. Selbstverständlich kann ich Ihnen hier gerne mit Rat und Tat mit einer passenden Empfehlung helfen.

Alle Infos zur Förderung: hier!

Beachten Sie bitte auch unbedingt die Auswirkungen der Innenfinanzierung. Diese werden bei den Entscheidungen leider häufig gar nicht oder nur unzureichend in der Kalkulation berücksichtigt – und haben doch oftmals deutlich mehr Hebelwirkung als externe Förderungen oder Zuschüsse.

Alle Infos zur Innenfinanzierung: hier!

Hier geht´s direkt zum Thema Arbeitgeberattraktivität: hier!

Hier geht´s direkt zum Thema betriebliche Entgeltmanagement: hier!

Hier geht´s direkt zum Thema betriebliches Gesundheitsmanagement: hier!

Hier geht´s direkt zum Thema betriebliches Vorsorgemanagement: hier!

Für die Tarif/Produktberatung wenden Sie sich am besten an einen Fachmann. Achten Sie dabei darauf, dass Dieser eine entsprechende Expertise in Sachen bKV mitbringt und Sie Anbieterübergreifend beraten kann. Selbstverständlich kann ich Ihnen hier gerne mit Rat und Tat mit einer passenden Empfehlung helfen.

Die besondere Empfehlung!

BKV ist wichtig und richtig. Und doch auch „nur“ 1 Baustein von vielen, um sich als Arbeitgeber wirklich Attraktiv zu präsentieren. Erst in der Kombination mit anderen Maßnahmen entfaltet sich das enorme Potential. Daher meine konkrete Empfehlung an Sie: Nutzen Sie alle Möglichkeiten, die Ihnen eine zeitgemäße Beratung anbietet; mit frischen Ideen und rechtskonformen Vorgehensweisen. Aber gleichzeitig auch mit dem Mut für erstmal eher unkonventionelle Ideen und vermeintlichen „Tabubrüchen“.

Nur das Ergebnis zählt für Ihren Erfolg!

Wie immer gilt dabei: Klarheit schafft Wahrheit!